Heute ist der 19. Februar 1957. Wir feiern den 60. Geburtstag von Falco. Genau heute ist auch ein neuer Beitrag fällig. Ein für mich besonderer Zufall. Und diese Gunst der Stunde nutze ich mit einer erneuten Huldigung der Legende.

Laufend schreibe ich hier Songtexte nieder, um einerseits meine Bewunderung an den Tag zu legen und anderseits Botschaften zu vermitteln, die überwiegend in einen aktuellen Kontext gesetzt werden können. Oder ich erkenne mich darin wieder.

Heute entscheide ich mich für die etwas einfachere Variante: Musikvideos. Und zwar meine drei absoluten Lieblingssongs des Ausnahmekönners. In alphabetischer Reihenfolge: Ganz Wien, Helden Von Heute und Nachtflug.

Falco sagte einst: „In Wien musst erst sterben, dass dich hochleben lassen. Aber dann lebst lang.“ Ich selbst kannte den Künstler ab seinem Todestag. Seitdem lebt er in mir hoch. Seine Extravaganz, sein Style. Unvergessen für mich.



Sofiane Samial. Ein Künstler aus Lyon. Nennt sich Samsofy. Sein Gebiet: Die Fotografie. Der Fokus: Die kleinen, weltbekannten, gelben Lego Plastikmännchen. Seine Werke: Eine humorvolle Kombination des Mikrokosmos der kleinen Plastikelemente mit Schauplätzen der realen Welt. Kunst nach meinem verspielten Geschmack.

Über Erde schwebende Astronauten, über Toaster fliegende Star Wars Raumschiffe. Superhelden bei der Verrichtung alltäglicher Arbeiten, auf der Suche nach ihrem Partner, beim Vortäuschen ihrer Superkräfte oder in den Fängen ihres Namensgebers. Schokoladenkekse als Kunstwerke in Museen, Sardinenbüchsen als Angelszenerie, die atemgeschützte Zwiebelbearbeitung oder eine verzauberte Katze.

Das alles ist nur ein Einblick in die Kreation an Miniatur-Wunderländer des Lego-Künstlers. Kreativität kennt keine Grenzen. Und genau das setzt Samsofy bei der Auswahl seiner Motive grandios um und schafft aus Kulissen der Wirklichkeit eine ganz neue Welt. Die Werke machen Spaß, gleichzeitig verblüffen sie mich. Die komplette Serie findet ihr auf samsofy.fr.

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(pics: © Samsofy)

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Pharrell Williams hat sich wieder einmal ausgetobt und seiner Kreativität freien Lauf lassen. Seine Spielwiese diesmal: Die G-Star Elwood. Das Resultat: 25 geprintete Eyecatcher aus Denim, die an Farbenfröhlichkeit und Vielseitigkeit kaum noch zu toppen sind. So nebenbei feiert das Kultmodell des holländischen Jeans Labels heuer seinen 20. Geburtstag. Wieso der gute Pharrell, seines Zeichens Head of Imagination von G-Star, dann 25 Varianten wählt, das muss ich nicht verstehen.

Release Date ist der 16. Februar. Überraschen kann uns da höchstens noch Preis und Höhe der Begehrlichkeit, denn G-Star hat uns die einzelnen Designs bereits auf Instagram schmackhaft gemacht. Oder den Appetit verdorben? Das eine oder andere Stück neigt doch etwas zur Übertreibung. Ein kleines Stückchen Konservativität schlummert also doch noch in mir.

Aber auch für meinen Geschmack ist was dabei. Und als Camo Freak sind meine Favoriten nicht allzu schwer zu erraten. Angetan hat es mir speziell der Tiger Camouflage Print. Sehr coole Aktion, der Countdown läuft bereits. 25 Prints. Your Pick. Und Happy Birthday zum 20er, Elwood.

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(pics: instagram.com/gstarraw)

(pics: instagram.com/gstarraw)

Langsam realisiere ich, was in der Nacht von Sonntag auf Montag abging. Ich bin unendlich dankbar, dass ich Zeuge sein durfte. Zeuge eines hochdramatischen und unfassbaren Ereignisses. Ich kann das kaum in Worte fassen. Wie ein wunderschöner Traum, der als Alptraum begann. Ein Drehbuch, wie man es nicht besser schreiben kann. Der Super Bowl LI.

In der Hauptrolle: Das Team der New England Patriots. Allen voran: Tom Brady. Und mit Fortdauer des Spiels nur noch Nebendarsteller: Die Atlanta Falcons. Sie gaben einen 25-Punkte-Vorsprung aus der Hand. Mein Frust war enorm nach der ersten Hälfte. Vollgepumpt mit Koffein verspürte ich aber keinerlei Müdigkeit. Verziehen hätte ich es mir nicht. Das Schlafen.

Denn im dritten und vor allem vierten Quarter wurde Super Bowl Geschichte geschrieben. Noch nie zuvor wurde ein Vorsprung von mehr als zehn Punkten in einem aufgeholt. Noch nie erreichte dort ein Quarterback fünf Siege. Noch nie gab es in einem Spiel 62 Passversuche, geschweige denn 43 erfolgreiche Pässe. Und noch nie warf ein Quarterback 466 Yards Raumgewinn in einem Super Bowl. Tom Brady. Greatest Of All Time.

Sehnlichst erwarte ich den Zeitpunkt, ab dem es auf Facebook oder Instagram möglich sein wird, einen Begriff einzugeben und auf Basis dessen alle Postings, die dieses Wort in irgendeiner Form enthalten, für immer aus meiner Benutzeroberfläche zu verbannen. Mittlerweile stehen da zwei Dinge auf meiner Abschussliste: Yeezy und Supreme. Dieser unglaubliche Massenhype stößt bei mir bloß auf Unverständnis.

Unverständnis über einen hässlichen Schuh, für den die Kids da draußen nächtelang vor Stores campen, obwohl er inzwischen ohnehin schon von jedem zweiten Swaglord getragen wird. Und Unverständnis über maßlos überteuerte Kollaborationen, die mittlerweile im gefühlten Stundentakt releast werden und demnach ihre Besonderheit ohnehin schon längst eingebüßt haben.

Ich persönlich sehe mich als Einzelkämpfer und versuche es weitgehend zu vermeiden, wie die gehypte Masse auszusehen. Meine derzeitige Waffe: Converse Weapon. Ein Basketballschuh aus den Achtzigern, den ich seit meiner Schulzeit verehre. Ikonen wie Magic Johnson und Larry Bird rockten ihn am Parkett. Und null Hype. Der Hype ist übrigens auch ein Grund, warum ich gewisse Einser Jordans nicht mehr so gerne trage.

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