Wir sollten alle wahnsinnig dankbar sein, dass wir in einem Land leben, in dem es uns gut geht und wir ausreichend über Nahrung verfügen. Und weil wir zum Großteil in der glücklichen Lage sind, unser Essen sogar auswählen zu können. Noch dazu über Essen zu schreiben. Lobeshymnen nämlich. So wie ich. Eigentlich pervers.

Und ich könnte jetzt loslegen. Von kulinarischen Orgasmen schreibe ich in solchen Fällen gerne. In Fällen, wo ich mein Lieblingsessen huldige. Heute steht die Buttertopfengolatsche im Mittelpunkt. Sollte sie. Soeben habe ich eine verzehrt. Topfen mit einem Hauch von Butter. Einzigartig im Geschmack. Fast schon zartschmelzend auf der Zunge. Ganz große Backkunst. Klingt lächerlich, ist lächerlich. Ich könnte nun auch den Bäcker nennen und zelebrieren. Tu ich aber nicht.

Ich befinde mich in einer Phase des Umdenkens. Vor wenigen Tagen schrieb ich über eine gravierende Änderung hinsichtlich meines Konsumverhaltens. Ich hinterfrage (mich) mehr und mehr. Womöglich werde ich erwachsen. Ich weiß es nicht. Fakt ist aber, „First-World-Beiträge“ fallen mir immer schwerer. Wo das hinführt? Wir werden sehen.

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Mit dem schwarzroten Air Jordan 1 bekam Michael Jordan 1985 seinen ersten Signature Schuh von Nike. Kurze Zeit später wurde dieser von der NBA offiziell verboten. Grund: Der Colorway war laut Liga Statuten nicht erlaubt. Michael und Nike ließ das aber ziemlich kalt. Gerne wurden die 5000 Dollar Strafe je Spiel gezahlt.

Heuer ging der Air Jordan 31 an den Start. Ganz im Zeichen des legendären Einsers. Nicht nur die Farbgebung erinnert daran, auch Designelemente wie das ursprüngliche Flügellogo an der Innenseite des Schuhs oder der in der Sohle integrierte BANNED Schriftzug. Das von Flyknit Technologie in Leder übergehende Obermaterial bietet zudem höchsten Qualitätsstandard.

Der 31er stellt meine persönlich letzte Errungenschaft am Schuhsektor dar. Im wahrsten und doppelten Sinne des Wortes. Einerseits meine neuester Treter, andererseits wird kein weiteres Paar mehr dazukommen. Dieses selbst auferlegte Kaufverbot liegt jedoch weniger am BANNED Schriftzug, viel mehr an der Erkenntnis, dem Konsumrausch ein Ende setzen zu wollen, um mit dem glücklich zu sein, was ich habe. Nämlich mehr als genug.

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Der Fernseher spielt in meinem Leben eine immer geringere Rolle. Feierabende verbring ich mittlerweile viel lieber mit Musik und Kopfhörer statt Flimmerkasten. Heißt aber nicht, dass ich komplett ohne TV leben möchte. Ich denke da speziell an Sonntagabend, wo mein geliebter wöchentlicher Tatort läuft.

Quasi als letztes wirkliches Highlight am Wochenende. Noch einmal für neunzig Minuten gedanklich abschalten können, um bei der Mörderjagd konzentriert mitzurätseln, ehe man sich wenige Stunden später wieder mit Erzfeind Montag anlegen muss. Die Reihe verteilt sich auf über 20 Städte, meine Favoriten sind vor allem Münster und Wien.

Keinesfalls dürft ihr euch von der prähistorischen Titelmusik abschrecken lassen. Auch mir ging es ewig so, traute mich irgendwann jedoch über drei bis vier Serien in Folge drüber und spätestens nach dem vierten Mal hat mich das Fieber voll gepackt. So konnte ich auch schon die eine oder den anderen aus meinem Freundeskreis überzeugen.

Auf was man beim Stöbern im Keller während eines Urlaubes in der Heimat nicht so alles stößt. Wahre und längst verlorengeglaubte Schätze sind da dabei. Wie etwa mein allererstes Rap Album: The Chronic von Dr. Dre. Ob nun Freudentränen oder des Staubes wegen, den ich zunächst vom Cover blasen musste. Fakt ist, meine Augen wurden ziemlich groß. Und ja, feucht eben.

Aber nun zum Wesentlichen. Zu einem Meisterwerk, nein, Kunstwerk der Musikgeschichte. Lasst uns gemeinsam die Ursprünge des Gangsta Raps feiern, die im Dezember 1992 mit dem Debütalbum von Dre aus dessen Hause Death Row um einen ihrer größten Meilensteine angewachsen sind.

16 Tracks der rohesten, härtesten und verdammt ehrlichsten Sorte des Hip-Hop. Gastauftritte von Snoop Dogg, Warren G, Nate Dogg und weiteren Kalibern sorgen für den Feinschliff. Dieses Stück Rap Kultur darf in keiner hochwertigen Musiksammlung fehlen. Ein Stück Geschichte. Und eines der größten Rap Alben aller Zeiten.

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Nach dreijähriger Abstinenz stand an diesem Wochenende endlich wieder die Airpower in Zeltweg auf dem Programm. Zum dritten Mal in Folge ließ ich mir dieses Spektakel nicht entgehen und pilgerte heute um 5 Uhr morgens in die Steiermark. Gut, es war fast halb 6. Mein Tiefschlaf machte mir und meinem Wecker einen Strich durch die Rechnung.

Aber nur einen Minimalen und alles kein Thema. Die Anreise und vorweggenommen auch die Abreise verliefen völlig unproblematisch. Keine Staus, keine Wartezeiten. Weder auf der Autobahn, noch im Shuttlebus zwischen Park- und Flugplatz. An dieser Stelle ein großes Lob an das Bundesheer für die gute Organisation. Auch das gehört festgehalten.

An der Show interessierte mich wie immer nur eines: Die Kampfjets. Eurofighter, F-16, F/A-18 Hornet, MIG-29 und Gripen ließen mich auch voll auf meine Rechnung kommen. Für mich gibt es nichts Atemberaubenderes, als das Donnern dieser Monster in Action. Einziger Wermutstropfen: Die Geschwindigkeitsbeschränkung. Heißt im Klartext: Kein Ultraschallknall.

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