Ganz unvoreingenommen machte ich mich gestern am Parkring entlang in Richtung Gartenbaukino auf. Der Grund hieß Eden. Ein Film. Was sonst. Am Ort des Geschehens eingetroffen, fand ich mich plötzlich um Jahrzehnte zurück versetzt. Und das gefiel mir. Somit kann ich dieses entzückende Kino hier keinesfalls nur am Rande erwähnen. Aus Eden wird nun also Eden im Gartenbaukino.

Das Kino in der Wiener Innenstadt wurde 1960 eröffnet und kurz darauf muss irgendjemand irgendwo auf den Pausenknopf gedrückt haben. Dieser Retroflair hat mein Herz sofort erobert. Oh Gott, ich kling grad wie eine Frau. Jedenfalls besteht das Gartenbaukino aus einem einzigen Saal, welcher mit 736 Plätzen Wiens Größter seiner Gattung ist. Nur die Leinwand hat nicht ganz so viel davon abbekommen.

Nun zum Film. Das Musik-Drama der Regisseurin Mia Hansen-Løve erzählt von DJ-Paul, der sein junges Leben der Musik verschreibt. Exzessive Partys, Drogen, Frauen und ein eher mäßiger Erfolg begleiten den DJ ebenso, wie finanzielle Probleme und die Bekanntschaft zu Daft Punk, den Meistern des French House. 131 Minuten voller Authentizität und Pariser Elektro-Szene der 90er. Sehenswert.

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