Lange Zeit stand es auf meiner To-Do-Liste, ständig schwärmten mir Leute vor, wie cool denn nicht diese After Work Clubbings seien. In der Regel an nur einem bestimmten Donnerstag im Monat, war es genau dieser limitierte Zeitplan, der die Realisierung dieses anscheinend ungemein hippen Unterfangens ewig hinauszögerte. Mittlerweile war ich aber auf drei Events und kann eines behaupten: After Work Clubbings sind der größte Scheiß.

Umso mehr beschäftigt mich die Frage: Woher dieser Hype? Liegt es an der Exklusivität der Locations, also den Lobbys feinster Hotels, die die Veranstalter auf ihre Clubbings zu übertragen versuchen? Das versnobte Publikum, das außer an diesen Donnerstagen mit Party wenig bis gar nichts am Hut hat, scheint dies jedenfalls genüsslich anzunehmen.

Und dann noch dieses aufgesetzte, an Oberflächlichkeit kaum zu überbietende, zwanghafte Geschwafel über die Arbeit. Nur weil das After Work heißt und alle in ihren Bürouniformen antanzen? Für mich hat der Arbeitsalltag nichts mit Party und umgekehrt, Party nichts mit Büro und Arbeit zu tun. Ich muss echt nicht alles verstehen.