Wir sollten alle wahnsinnig dankbar sein, dass wir in einem Land leben, in dem es uns gut geht und wir ausreichend über Nahrung verfügen. Und weil wir zum Großteil in der glücklichen Lage sind, unser Essen sogar auswählen zu können. Noch dazu über Essen zu schreiben. Lobeshymnen nämlich. So wie ich. Eigentlich pervers.

Und ich könnte jetzt loslegen. Von kulinarischen Orgasmen schreibe ich in solchen Fällen gerne. In Fällen, wo ich mein Lieblingsessen huldige. Heute steht die Buttertopfengolatsche im Mittelpunkt. Sollte sie. Soeben habe ich eine verzehrt. Topfen mit einem Hauch von Butter. Einzigartig im Geschmack. Fast schon zartschmelzend auf der Zunge. Ganz große Backkunst. Klingt lächerlich, ist lächerlich. Ich könnte nun auch den Bäcker nennen und zelebrieren. Tu ich aber nicht.

Ich befinde mich in einer Phase des Umdenkens. Vor wenigen Tagen schrieb ich über eine gravierende Änderung hinsichtlich meines Konsumverhaltens. Ich hinterfrage (mich) mehr und mehr. Womöglich werde ich erwachsen. Ich weiß es nicht. Fakt ist aber, „First-World-Beiträge“ fallen mir immer schwerer. Wo das hinführt? Wir werden sehen.

topfengolatsche