Langsam realisiere ich, was in der Nacht von Sonntag auf Montag abging. Ich bin unendlich dankbar, dass ich Zeuge sein durfte. Zeuge eines hochdramatischen und unfassbaren Ereignisses. Ich kann das kaum in Worte fassen. Wie ein wunderschöner Traum, der als Alptraum begann. Ein Drehbuch, wie man es nicht besser schreiben kann. Der Super Bowl LI.

In der Hauptrolle: Das Team der New England Patriots. Allen voran: Tom Brady. Und mit Fortdauer des Spiels nur noch Nebendarsteller: Die Atlanta Falcons. Sie gaben einen 25-Punkte-Vorsprung aus der Hand. Mein Frust war enorm nach der ersten Hälfte. Vollgepumpt mit Koffein verspürte ich aber keinerlei Müdigkeit. Verziehen hätte ich es mir nicht. Das Schlafen.

Denn im dritten und vor allem vierten Quarter wurde Super Bowl Geschichte geschrieben. Noch nie zuvor wurde ein Vorsprung von mehr als zehn Punkten in einem aufgeholt. Noch nie erreichte dort ein Quarterback fünf Siege. Noch nie gab es in einem Spiel 62 Passversuche, geschweige denn 43 erfolgreiche Pässe. Und noch nie warf ein Quarterback 466 Yards Raumgewinn in einem Super Bowl. Tom Brady. Greatest Of All Time.