Ich kann mich nicht genau an das Jahr erinnern. Es war an einem Abend in den frühen Neunzigern. Ich ging ins Wohnzimmer, wo mein Papa Fußball schaute. Setzte mich dazu. Und er sagte: „Schau dir das an, wie gut die spielen.“ Ein prägender Moment.

Denn „die“, das waren die Spieler von Juventus Turin. Die schwarzweiß gestreiften Trikots zogen mich in ihren Bann, verzauberten mich. Setzten sich umgehend in meinem Gehirn fest und eroberten mein Herz im selben Moment. Eine Verschwörung. Für immer und ewig.

1996 erlebte ich mein zweites Champions League Finale live im TV mit. Es war mein erstes mit Juve. Jubelnd zerlegte ich fast unser Sofa. Zunächst beim Führungstor, schließlich beim entscheidenden Tor im Elfmeterschießen. Juventus gewann.

Jahre vergingen. Wie 1997, 1998, 2003 und 2015. Allesamt Jahre, in denen Juve abermals im Champions League Finale stand. Den Platz aber jeweils als Verlierer verließ. Und der Alptraum ging weiter. Heute. Aber ich hab wen, der den Abend dennoch wunderschön machte.