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Es passierte neulich an einem Feierabend während ich das Bürogebäude verließ. Smartphone in der Hand, Kopfhörer in den Ohren, Daumen am Play-Button. Musik kam keine. Stattdessen hob mein Telefon ab. Das Kabel der Kopfhörer verhängte sich an der Türschnalle. Und das Display küsste einen Pflasterstein.

Kein zärtlicher Kuss. Das Resultat: Tausende Splitter und Display komplett im Arsch. Ich ebenso. Gewiss ein First-World-Problem. Aber wer kann heutzutage noch ohne Smartphone? Ich nicht. Und schon gar nicht kann ich mir jederzeit ein neues Handy leisten. Aber Ende gut, alles gut. Und Display gut. Es konnte ausgetauscht werden. Binnen 30 Minuten.

Nun weiß ich endlich, wieso diese kleinen Handyshops überleben können. Zu den Stammkunden werde ich hingegen nie zählen. Aus Fehlern lerne ich auch weiterhin und sorgte vor: Meine beiden Smartphones (inklusive Firmenhandy) tragen nun Nike Sohlen. Air Force 1 und Cortez. Robust und gewöhnungsbedürftig bis hässlich, aber zweckdienlich. Und nachhaltig. Die Hüllen bestehen aus recycelten Schuhsohlen.

Bald ist es ein halbes Jahr her. Mein Rückzug aus Instagram. Ein Schritt, der damals bitter notwendig und längst überfällig war. Eine oberflächliche Pseudogesellschaft, die sich selbst so sehr verarscht wie ihre Fanboys und Fangirls.

Durchaus hat(te) Instagram auch seine Daseinsberechtigung. Fotos teilte ich gerne. Niemals von meinem Gesicht. Ich bin nicht wie die. Hingegen postete ich Street Art. Beispielsweise. Direkt von den Wänden Wiens. Und ganz ohne Fake.

Das nicht zu vermeidende Ende meiner Instagram Ära hinderte mich aber in keiner Weise daran, weiterhin Bilder zu schießen und Kunstwerke der Straßen festzuhalten. Und zu teilen. Denn auch dazu benötige ich kein verlogenes Netzwerk.

Ich habe mein eigenes Portal. Da, wo ich im Viertagesrhythmus Beiträge für euch schreibe und da, wo ich ich bin und mich für niemanden und kein Geld der Welt verbiege. Und genau da werde ich nun regelmäßig meine visuellen Impressionen veröffentlichen.

„Er kommt. Knight Rider — ein Auto, ein Computer, ein Mann. Knight Rider — ein Mann und sein Auto kämpfen gegen das Unrecht.“ Kaum eine andere Serie prägte die späte Periode meiner Kindheit so wie Knight Rider. Kabelfernsehen sei Dank.

Nach der ersten Serie fragte ich meinen Papa tatsächlich, ob denn unser Auto auch springen kann. „Wenn es muss, dann schon“ war seine Antwort. Und sie machte mich stolz. Wenngleich ich sie erst Jahre später richtig verstanden habe.

Aber nicht nur der Turboboost von K.I.T.T. hat es mir angetan. Auch die Lederjacke seines Kumpels Michael Knight ließ mich nicht mehr los bis ich selbst endlich eine hatte. Noch heute stellt die schwarze Lederjacke einen der wichtigsten Bestandteile meines Schranks dar.

Und auf dessen Türen klebte vor Jahren ein Poster von David Hasselhoff. Nicht nur der personifizierte Sportwagenfahrer, Verbrecherjäger, Frauenheld und Lederjackenträger Michael Knight, sondern auch mein allererstes richtiges Idol.

Musik höre ich großteils über mein Smartphone. Entweder mit den Kopfhörern unterwegs, mit selbigen im Büro, oder zu Hause über Bluetooth und Lautsprecher. Wenn nicht über mein Smartphone, dann mit dem Laptop. Andere Optionen existieren so gut wie nicht.

Aber es gab Einschränkungen. Meinen schlechten Tarif zum Beispiel. Überteuert und wenig Datenvolumen. Ständig musste ich Volumen zukaufen. Und zum anderen Apple: iTunes und die Musik App. Beides von mir gehasst. Umständlich und unübersichtlich.

Lösungen mussten her. Nummer eins hieß Spotify. Zum Streamen benötigte ich aber eine ordentliche Basis an Datenvolumen. Somit kündigte ich meinen Vertrag und stieg auf Wertkarte um. Billiger, keine Bindung und das Siebenfache an Volumen.

Keine nervigen Downloads mehr. Kein Frust über einen nicht gefundenen Track. Freude über für mich zugeschnittene Mixtapes. Tracks, die Spotify basierend auf meinem Geschmack vorschlägt. Und Freude über die Playlists meiner Freunde und Lieblingskünstler, denen ich nun folgen kan.

Nike im Gesicht? Das wär doch mal was. Dachte ich. Und ich dachte dabei nicht an einen Turnschuh in der Fresse oder ähnliches. Kopfkino aus. Es war bloß der Gedanke an eine neue Sonnenbrille.

Sonnenbrillen trug ich früher ständig. Zu jeder Uhrzeit. Zu jeder Jahreszeit. Von einem Magazin wurde ich einst gefragt, was ich denn für ein Accessoire wäre. Sogar da war Sonnenbrille meine Antwort.

Dumme Frage. Saudumme Antwort. Aus heutiger Sicht. Schließlich bin ich erwachsen. Trotzdem kann ich nicht ohne. Bin heute aber wesentlich uncooler. Im Klartext soll das heißen: Ich trage sie selten(er).

Und jetzt eben Nike. Nike SB. Steht für Skateboarding. Die Brille heißt Flatspot. Nicht zu sportlich. Inspiriert von abgefahrenen Skateboardrollen. Matt schwarz, sehr leicht. Und sie steht mir besser als dem Skull.