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Nein. Keine Panik. Meine Webseite oder euer Rechner, der diese soeben anzeigt, wird sich nicht in wenigen Sekunden selbst zerstören. Vielmehr beschäftigt sich die Aktion Selbstzerstörung mit meiner Vergangenheit. Besser gesagt mit der Vergangenheit hier auf meinem Blog.

Geschmacksänderungen oder damalige, kurzfristige Geschmacksverwirrungen, eine neue Einstellung und Meinung. Mittlerweile schlechte Erfahrungen. Richtungsänderungen oder Schließung bestimmter Stores, Lokale und Brands. Und teilweise auch deren Undankbarkeit.

Gründe, die zu vielen Überlegungen führten, die wiederum hier und jetzt in dieser Aktion endeten. In der Eliminierung sämtlicher, von obigen Gründen betroffner Beiträge. 66 an der Zahl. Zwei davon nur teilweise. Von insgesamt 460 bisher veröffentlichten.

Eliminiert heißt durchgestrichen. Nicht gelöscht. Außer die Bilder. Speziell in die Texte floss viel Arbeit und Energie. Und sie verhalfen meinem Blog zum Wachstum. Daher dürfen sie in optisch hervorgehobener und schwer lesbarer Form bleiben.

Das Gesamtbild stimmt wieder. Ich bin mit meiner Vergangenheit im Einklang. Die Authentizität ist somit wieder gegeben. Keine Beiträge, die hier normal lesbar sind, mit denen ich mich aber nicht mehr identifizieren kann. Denn Dinge können sich nun mal ändern.

Der Anti Blog. Was hat es damit auf sich, eine Frage, die mir des öfteren schon gestellt wurde. Bin ich gegen Blogs? Bin ich gegen Blogger? Ist es auf mich bezogen? Halte ich mich für einen unfähigen Blogger? Oder bin ich tatsächlich ein unfähiger Blogger?

Letztere beiden Punkte schließe ich definitiv aus. Danke an mein Ego. Und an das positive Echo eurerseits. I love you. Viel mehr beziehe ich meinen Slogan auf diesen Mainstream mit all seinen Selbstdarstellern, Swag-Lords, Werbeschlampen, Hipsters, Blendern, Wannabe-Celebs, Clean-Eaters, Weltverbesserern und und und.

Ich distanziere mich. Entwickle mich. Zieh mein eigenes Ding durch. Blogs zu lesen gehört längst der Vergangenheit an. Portale wie Bloglovin’ haben sich erübrigt. In diversen Verzeichnissen scheine ich nicht mehr auf. Ich will nicht dazugehören. Diese Community kotzt mich an. Mit all ihrem Fake-Shit. Was bleibt: Die Liebe am Schreiben.

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Lang schwirrte so eine Idee in meinem Kopf herum, nun ist sie doch tatsächlich Realität. Das war auch der Grund, wieso es hier in den letzten Wochen eine eher zähe Angelegenheit war und besenstil von einem Tag auf den anderen plötzlich wieder im alten Design erstrahlte. gangBAAANG. So hab ich diese Idee schlussendlich getauft.

gangBAAANG ist mein neues Paralleluniversum und nichts anderes als die internationale Variante von besenstil. Zu erreichen unter gangbaaang.com oder direkt per Mausklick an der Sidebar hier, dreht es sich dort um den haargenau gleichen Content. Der wesentliche Unterschied, jetzt abgesehen vom Namen, ist die Englischsprachigkeit. Selbsterklärend, wenn es sich um einen internationalen Auftritt handelt.

Die Sprache war letztendlich auch der Haupttreiber für die Realisierung dieses Projektes. Beruflich ständig damit konfrontiert, ist es allerhöchste Eisenbahn, mein Englisch wieder zu entrosten und auf alten schulischen Glanz aufzupolieren. Grund Nummer zwei: Ich liebe beide Designs. Sowohl das alte und jetzt wieder neue auf besenstil, als auch das neue und ehemalige alte von besenstil auf gangBAAANG. Und so nebenbei können Klicks aus neuen Ländern auch nicht schaden.

Es hat sich „ausgetuit“. Endlich. Ich fühl mich wahnsinnig befreit. Nicht zuletzt, weil damit alle Selbstzweifel an meiner Authentizität beseitigt sind. Prinzipiell ist das keinen Beitrag wert. Aber ich schließe eben gerne Kreise und damit sich auch dieser schließt, folgt nun alles schön der Reihe nach.

Meine treuen Leserinnen und Leser können sich bestimmt daran erinnern, als ich im Spätsommer letzten Jahres verkündet habe, Gastblogger bei TUI zu sein. Im Oktober durftet ihr am Blog des Reiseveranstalters auch bereits meinen ersten Beitrag lesen. Über den Reistyp in mir. Allerdings eine verdammt schwere Geburt.

Überzeugt wurde ich mit der Begeisterung über meinen Schreibstil. Und der angeblich kreativen Textfreiheit, sofern ich mich mit dem Thema Reisen auseinandersetze. Nur ständige Belehrungen über Mehrwert, Korrekturvorgaben und Bewertungen meiner Texte, die dann sowieso nicht mehr meine Texte waren, kotzten mich an.

Resultat: Drauf geschissen. Nach abermaliger Anleitung, wie ich Beitrag Nummer zwei zu verfassen habe, war’s das schließlich mit meiner Geduld. Danke. Für kein Geld der Welt. Die Idee, Blogger aus der heimischen Szene zu engagieren, um eine Seite aufzupeppen, finde ich ja gut. Nur sollten ihnen nicht die Waffen genommen werden.

Ich mag Blogs, aber das sollte kein Geheimnis sein. Ich lese auch einige Blogs, was spätestens jetzt auch kein Geheimnis mehr ist. Dass das bei mir aber regelmäßig zu innerlichen Aggressionen führt, offenbare ich nun ebenfalls. Irgendwann muss ich mich ja abreagieren.

Nicht jedoch der Inhalt der von mir gelesenen Beiträge verursacht das, sondern diese parasitären Kommentare anderer Blogger, die nur darauf aus sind, Werbung für die eigene Seite zu machen. „Wow, ich liebe dieses Outfit“, Julia von supersüßemaus.at. Oder: „Perfektion! Toll kombiniert“. Chrissy von chrissyimmodewunderland.at. Ich kotze.

Wieso könnt ihr „supersüßen Mäuse“, „Chrissys im Modewunderland“, „trendigen Puppen“ oder was auch immer nicht einfach eure Links weglassen, falls ihr eure Kommentare tatsächlich ehrlich meinen solltet?! Oder gleich schreiben, dass die Leserinnen und Leser auch eure Seite besuchen sollen und nicht oberflächlich herumschleimen. Das wäre dann wenigstens nicht gelogen.

Reine Schmarotzerei. Peinlich. Und das ist genau der Grund, wieso ich seit ewigen Zeiten auf meiner Seite die Kommentarbox abgedreht hab. So und jetzt geht’s mir besser.