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Schon lange habe ich Camouflage keinen Beitrag mehr gewidmet. Und noch viel länger nicht meiner hochfavorisierten Wüstentarnung. Bekanntlich ist die Zeit des Sommers mittlerweile auch die Zeit der Affenhitze. Und seit jeher die Zeit der kurzen Hosen.

95 Prozent meiner Shorts stammen direkt aus dem Army Shop. Bedeutet: Funktionalität, bestmögliches Preis-Leistungs-Verhältnis, ewige Lebensdauer und unmöglich zu überbietende Designs.

Als Kulisse meiner kopflosen Selbstablichtung diente diesmal die Albertina. Ein künstlerischer Schachzug, der nicht von Ungefähr kommt. Denn Tarnmuster stellen für mich persönlich immer auch Kunstwerke da.

Zu den gelobten Wüstenshorts wählte ich ein simples schwarzes T-Shirt und das gewohnte Schuhwerk aus dem Hause Jordan. Diesmal in den Teamfarben der Chicago Bulls. Und auch meine Tattoos haben was davon. Von den kurzen Hosen.

Wenn eine meiner Lieblingsmarken eine Kollaboration mit einer meiner Lieblingsmarken eingeht, dann finde ich das cool. So cool, dass ich auch darüber schreiben muss. Und hier dreht es sich um so ein gemeinsames Ding. Einem Ding zwischen Converse und Carhartt.

Es handelt sich um die erste Zusammenarbeit der beiden amerikanischen Brands. Als Grundlage dient die Ikone aus dem Hause Converse schlechthin, der Chuck Tayolor All Star. Und zwar die ursprüngliche Variante aus dem Jahre 1970: Chuck Taylor All Star’70 OX.

Carhartt WIP steuerte seine gebräuchlichsten Stoffe als Obermaterial bei. Einzigartig und natürlich in höchster Qualität, so wie wir es vom Arbeitsklamottenhersteller gewohnt sind. Die Kollektion entstand in mühevoller Handarbeit und die Stückzahl der Treter ist streng limitiert.

Die Reihe besteht aus insgesamt drei Schuhen, diese kommen jeweils in der Low-Variante. Ivy Green, für mich ein grünschwarzes Tigerstreifen Camouflage, Brown im Kamelton und Natural, derselbe cremeartige Farbton wie die gemeinsame Außensohle sind die Varianten.

(pics: converse.com)

Am Freitag war der erste Tag, an dem in Teilen Österreichs die 30-Grad-Marke erreicht wurde. Und ich leider nicht in der Sonne. Vielmehr im Auto und quer durch das Land unterwegs. Beruflich. Nicht nehmen ließ ich mir einen Zwischenstopp am Heimweg. Nach getaner Pflicht und Nahe Linz. Bei einem Army Shop, der mir bereits öfter auffiel.

Ich wurde fündig. Eine kurze Hose im Tigerstreifen Camouflage. Unlängst habe ich über diese Form von Tarnmuster geschrieben. Nun kann ich die schwarzen Streifen auf grünem Background endlich tragen und obendrein Sonnenstrahlen genießen. Doch mein erstes Outfit ist zwiespältig. Sind es nämlich nicht ausschließlich meine Shorts, die hier rausstechen.

Ebenfalls in die Augen springen euch mein Dez Bryant Jersey der Dallas Cowboys und meine Dunks als perfekte Teamfarbenkombo an den Füßen. Blauweiß zu schwarzgrün. Ein verwirrendes Spiel für die Augen. Ein nicht definierbarer Fokus. Durchaus gewagt. Möglicherweise zu viel des Guten. Oder einfach nur gut. Jedenfalls mag ich Kontroverse.

Den Großteil meines Camo-Zeugs kaufe ich in Army Shops. Direkt an der Quelle quasi. Ihr wisst. Preise okay, unzerstörbar und völlig authentisch. Jetzt kommt das Aber. Es handelt sich um Uniformen. Heißt, dass da draußen nicht nur ich damit herumlaufe. Individualisierung muss also her. Um die Authentizität aufrechtzuerhalten, am besten ebenfalls direkt aus dem Army Shop.

Und zwar mit originalen Militärabzeichen zum Aufnähen. Gesagt, getan. Nur liegt das Ganze mittlerweile eineinhalb Jahre in der Vergangenheit. Danach folgte der Nähauftrag an meine Mama. Wirklich ernst genommen wurde dieser erst vor einigen Wochen. Als ich zornig feststellen musste, dass mein Tarnhemd immer noch nackt im Kasten lag.

Nun aber dürft ihr mich Tomcatter nennen. Das Strike Fighter Squadron 31 mit Felix The Cat im Logo flog in den Neunzigern die populäre F-14 Tomcat. Daher. Mittlerweile aber umgerüstet auf die hochmoderne F/A-18E Super Hornet. Dazu trag ich ein Corporal Abzeichen. Und wer findet den Fehler? Die Tomcatters gehören zur US Navy, nicht zur US Air Force. Unikater geht’s nicht.

Kreiert für den Schutz im dichten Dschungel. Das Tigerstripe Camouflage Muster. Das erste Mal zum Vorschein kam es im Dschungel Vietnams. Während des Vietnam Krieges. Ein sehr trauriger Hintergrund. Zum Glück weit in der Vergangenheit.

Der Name verrät es uns. Die Ableitung der Form der schwarzen Streifen innerhalb des Musters stammt vom Fell des Tigers. Die mehrseitigen Variationen verschiedenartiger Grün- und Brauntöne entspringen hingegen eher der botanischen Umgebung.

Ich, der maximal Schutz im Großstadtdschungel benötigt, finde mehr und mehr Gefallen an dieser Tigertarnung. Lange Zeit konnte ich mich nicht so recht damit anfreunden. Mittlerweile steht das Tiger Camo längst auf Platz zwei meiner Tarnmuster Favoritenliste.

Auch Carhartt ist auf den Tigergeschmack gekommen. So finden sich einige Teile im Tigerstripe Camo Design im Military Program der diesjährigen Frühjahrs- und Sommerkollektion wieder. Von Shirts, Hemden und Jacken über Taschen bis hin zu Hüten sollte für jeden etwas dabei sein.

(pics: carhartt-wip.com)