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Zum einen liest und hört man, es sei aufgrund der Herkunft des Fleisches. Zum anderen liest und hört man, es sei wegen des Mix an Saucen. Oder weil der Chef dort gelernt hat. Die Rede ist von Berlin. Eigentlich Wien. Berliner Döner in Wien. Siebter Bezirk.

Dort, wo die Zieglergasse mit der Westbahnstraße kreuzt. Dort, wo der 49er seine Station Zieglergasse hat. Dort, wo eine Kirche steht. Am Schottenfeld. Wo alle Brüder sind und ich nach fünf Gehminuten den (vorweggenommen) besten Döner unserer Stadt genießen kann.

Knuspriges, selbst gebackenes Brot. Gefüllt mit Weißkraut, Rotkraut, Zwiebel, Hühner-, Lammfleisch oder beidem. Joghurtsauce, scharfe Sauce und Spezialsauce. Auf die Tomaten-Gurken-Kombi muss ich verzichten. Ich leide an Gurkengrausen.

Ebenfalls Minuspunkt sind die fettigen Pommes. Hat jetzt aber nix mit Döner zu tun. Und dieser ist mit Abstand das Beste, was mir aus seiner Gattung bis dato zwischen die Zähne gekommen ist. Trotz meines gurkenverschuldeten Tomatenverzichts.

Alle Jahre wieder. Kommt der TasteTwelve Restaurantführer. Kann für alle Unentschlossenen unter euch so etwas wie die Last-Minute-Weihnachtsgeschenk-Rettung bedeuten. Und so nebenbei verwöhnt ihr den Gaumen eurer beschenkten Liebsten auf ziemlich hohem Niveau. Oder eurem. Denn wem bereits jetzt eine sabbernde Zunge aus dem Maul hängt, der beschenkt sich am besten gleich selbst damit.

Die Ausgabe für das bevorstehende Jahr enthält getreu seinem Namen wieder zwölf Lokale, die sorgfältig von Gastronomiefachleuten ausgewählt wurden und euch samt Begleitung zu einer kulinarischen Reise durch ganz Wien einladen. Von Sterneküche über neue Szene-Restaurants bis hin zum Geheimtipp ist alles vertreten.

Und so funktioniert’s: Lokalität auswählen, Buch einpacken, zu zweit dort aufkreuzen, essen, Buch auspacken, auf ein Hauptgericht eingeladen werden, persönlich unterzeichnen lassen und das Ganze idealerweise zwölf Mal. Durch die Signaturen wird euer aufgrund der auf 4000 Stück für insgesamt neun Städte limitiertes Unikat auch noch zu einem individuellen Erinnerungsbuch an eure städtische Schlemmer-Tour.

(pic © Martin Eggert (david+martin)

(pic © Martin Eggert)

Vor einigen Tagen verschlug es mich in die Provinz nach Göttlesbrunn. Ein Dörfchen an der niederösterreichisch-burgenländischen Grenze. Gefolgt bin ich der Einladung zu einem Grillkurs bei Adi Bittermann, seines Zeichens Haubenkoch, Grill-Weltmeister und Kochbuchautor.

Und wenn wir schon bei Bücher sind: Vorgestellt wurde in diesem Rahmen das Grillbuch „Weber’s American BBQ – Ein kulinarischer Roadtrip durch die USA“ von Jamie Purviance. Und mit Jamie Purviance. Grillgott Jamie Purviance. Der mit seiner angenehmen smarten Art für jede Menge Fragen, Tipps und Tricks parat stand und natürlich selbst Hand anlegte.

Ich, ein Meister des Genusses, der mit der Zubereitung von Speisen wenig am Hut hat und sich somit eher bekochen oder besser gesagt begrillen lässt, war sehr froh über den Ablauf des Abends. Arbeiten musste ich quasi erst beim Essen, davor gab’s guten Wein und aufmerksames Zusehen war völlig ausreichend.

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Nein, in erster Linie liegt es nicht an mangelnder Kreativität, dass ich heute schon wieder einen Beitrag über Käsemakkaroni bringe. In zweiter vielleicht dann doch. Jedenfalls bin ich per Zufall auf einen Import Store gestoßen und dort drin durch einen weiteren Zufall auf den amerikanischen Käsenudel Klassiker schlechthin: Kraft Mac & Cheese.

Meine inneren Stimmen schlugen Alarm und schrieen plötzlich ganz laut nach einem Experiment. Besser gesagt nach einem Vergleichstest. Klar, hungrig war ich ebenfalls. Irgendwie hat das diese Jahreszeit an sich, sodass ein ständiges Heißhungergefühl bei mir mit dem Herbst einhergeht. Und mit sinkender Temperatur drastisch ansteigt.

Aber weg von dieser alljährlichen Winterspeckzucht, denn mein gerade angekündigter Spontantest mit der zentralen Frage, inwiefern mein selbstkreiertes Rezept (man scrolle zwei Beiträge runter) mit dem Mikrowellengericht aus Übersee mithalten kann, will endlich erwähnt werden. Und vor allem sein Resultat: Ich bin begeistert. Nicht von der langweilig schmeckenden Miniportion Kraft Nudeln. Von mir.

(pic: kraftmacandcheese.com)

(pic: kraftmacandcheese.com)

Vorweggenommen: Ich will euch keinesfalls vergiften. Daher gilt: Nachmachen auf eigene Gefahr, Haftung wird hier keine übernommen! Jetzt solltet ihr ausreichend vorgewarnt sein und ich kann mich ruhigen Gewissens darauf konzentrieren, euch zur Abwechslung mal eines meiner Lieblingsrezepte nahezubringen: Käsemakkaroni. Typische Beilage in den Staaten. Typisches Hauptgericht bei mir.

Und keine Angst, als absolut untalentierter „Koch“ bleibt dieser Beitrag ein einmaliger Ausrutscher. Die Anführungszeichen sind bewusst gesetzt, für jeden Beherrscher der Küchenkunst wäre es eine Beleidigung sondergleichen, mich auch nur irgendwie in dieser Kategorie einzuordnen. Sogar Zubereiter wäre noch maßlos übertrieben. Viel eher trifft es da nämlich Lebensmittelvermischer.

Also, was habe ich denn nun so miteinander vermischt? Es waren Makkaroni, eine Dose Käsesauce für Nachos, eine Packung mit geriebenem Parmesan, etwas Olivenöl und Pfeffer aus der Mühle. Arbeitsaufwand so gut wie nicht vorhanden. Und Zeitaufwand nur aufgrund der im harten Zustand eher ungenießbaren Nudeln in etwa zehn bis fünfzehn Minuten und da ist die Wartezeit bis das Wasser kocht klarerweise inkludiert.

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