Posts tagged Events

Street Art. Yeah. Endlich wieder Street Art. Von Mittwoch bis Samstag fand das Calle Libre 2017 statt. Zum bereits vierten Mal fungierte das jährliche Kulturprojekt als Interface zwischen Kunst, öffentlichem Raum und Partizipation. Letzteres galt nicht nur für Künstler aus aller Welt, es galt auch für uns.

Urban Divinity lautete der heurige Titel, das Programm des größten Street Art Festivals unseres Landes beinhaltete die gewohnten Wandgestaltungen inklusive Live Paintings, Workshops, Führungen, eine Filmvorführung und last but not least auch Party.

Meinen Beitrag an Partizipation lieferte ich in Form eines sonntäglichen Spaziergangs mit meiner Lady, um Resultate der zu diesem Zeitpunkt nicht mehr liven Live Paintings zu begutachten. Aber besser spät als nie. Unsere Tour startete im siebten Bezirk am Emil-Maurer-Platz, ging zum Achten und durch den Sechsten, um schließlich an der Schönbrunner Straße zu landen.

Heute lud Heineken zum Afterwork ein. Das Wetter war herrlich, die Location hieß Kleinod Sonnendeck. Sagte mir bis dato nichts. Ich hatte nur eine Vermutung anhand der Adresse. Petersplatz 7. Letzten Sommer fragte ich mich spazierend am Graben, von welchem Gebäudedach hier Beats kommen. Nun weiß ich Bescheid.

Und auch darüber, dass mich diese ziemlich nette Location nie wieder sehen wird. Zurückzuführen auf den Kulturschock, den ich dem ansässigen Snobtum zu verdanken habe. Ein dort Champagner trinkendes und Austern fressendes Volk, dessen Nasenspitzen über den Dächern Wiens sogar den 136 Meter hohen Stephansdom überragen.

Zum anderen hat es Heineken scheinbar notwendig, gratis Bier für geladene Gäste mit Wasser zu strecken. Lass ich mal so dahingestellt, denn in erster Linie hoffe ich, dass die Schickeria des ersten Bezirkes nie wieder nach einem Feuerzug gefragt wird. Sodass ihr Weltbild und die dabei verzogenen Silikonlippen schnell wieder zurechtgerückt werden.

Am 8. Juli wird’s weiß. Und zwar in der Amsterdam Arena und wohin das Auge reicht. Unter dem Motto The Final wird Sensation nach 17 Jahren zum allerletzten Mal in der niederländischen Hauptstadt eingeleitet. Mit Hardwell und Axwell Ingrosso.

Sensation, eine jährliche Electronic Dance Music Veranstaltung in mehreren Ländern, deren Startschuss eben in Amsterdam erfolgt, hat eine Besonderheit. Und zwar der einleitend bereits angespielte und komplett weiße Dress Code.

Dieser schwirrt wie oft bereits Wochen zuvor in meinem Hirn herum und steht auch schon fest. Ich beginne oben, wo die Auswahl nicht groß war: Ein simples T-Shirt. In der Mitte: Kurze Jeans. Etwas zerstört. Und unten: 4er Jordans.

Sensation sehe ich als persönlichen Ausklang meiner EDM-Festivalreisen. Wurden diese Feste stets mehrtägig gefeiert, kommt das eintägige Event meinem fortschreitenden Alter nur zugute. Im nächsten Jahr dann nulltägig.

(pics: footlocker.com, hm.com)

Nach einer Tanznacht verlief das sonntägliche Aufstehen um die Mittagszeit überraschend easy. Grund könnten allerdings die Kopfschmerzen gewesen sein. Aber ich spekuliere ungern. Lege mich lieber fest. Somit hatte es wohl eher mit der Vorfreude zu tun. Die Vorfreude auf unseren kleinen Sonntagsausflug.

Es ging nach Perchtoldsdorf und das Wetter spielte mit. Pop Up Flohmarkt stand auf der Agenda, für mich als männlicher Besucher aber eher das eine oder andere Gläschen Wein. Denn ganz nach dem Motto „schräge Schuhe treffen auf schräge Weine“ freute ich mich auf mein Aufeinandertreffen mit dem Rebensaft des Weingut Nigl. Die hohen Hacken überließ ich der Damenwelt.

Schön wars und meine in der Nacht davor angezüchteten Kopfschmerzen gerieten im Eiltempo in Vergessenheit. Und die Tablette am Abend beseitigte sie endgültig. Aber zurück zu den Nigls und meinem eigentlichen Highlight dieses Nachmittags: Der herzliche Empfang durch die liebe Helene. Ich freue mich auf ein Wiedersehen am Kunigundberg.

Ein paar Kilometer südwestlich von Wien liegt das schöne Perchtoldsdorf. Ein Ort, in dem ich einige Jahre meines Lebens verbringen durfte. Ein Ort, geprägt von Weinbaukultur und jeder Menge Heurigen. Riecht gewaltig nach Tradition. Wohl war. Wäre da nicht das Weingut von Georg und Helene Nigl.

Dort, wo Tradition auf Moderne trifft. Das „Ehepaar“ tanzt so richtig aus der Reihe. Schräg und wenig Platz für Konservativismus. Ganz nach meinem Geschmack. So etwas wie die Rockstars im altmodischen Haurertum.

Mit ihren Produkten bringen sie Leben in die Perchtoldsdorfer Weinkultur. Und die Natur unverfälscht ins Glas. Kürzlich bekam ich eine Weinverkostung vor Ort, inklusive Genussanleitung bis hin zum Gaumentango. Herrlich. Ich weiß jetzt beispielsweise, dass Trinkvergnügen auch pädophil sein kann.

Neben dem Buschenschank am Kunigundberg sorgt das Weingut in der Vierbatzstraße für Veranstaltungen wie die montags ab 18 Uhr geöffnete Kostbar oder der pop-up Flohmarkt Heels & Wine am 23. April. Am besten ihr checkt nigl.com und seid up to date.