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Ausgangslage: Verschwendete Urlaubstage, an denen ich tagsüber vor Langeweile um die 1000 Tode gestorben bin. Als Draufgabe nicht vom Berufsalltag abschalten konnte. Eine Reportage über die kulinarischen Schätze aus Neapel, jener Stadt, wo die Pizza erfunden wurde. Das mir für eine Woche zur Verfügung stehende Auto meiner Eltern. Und Spontanität.

Folge: Ein 1200 Kilometer langer Road Trip nach Neapel. Ein tagelanger Erkundungskampf durch den zugemüllten Altstadt Dschungel, einem Weltkulturerbe. Temperaturen jenseits der 40 Grad. Freiheit. Totale Ablenkung. Und Momente kulinarischer Orgasmen im Rahmen meiner unzähligen Fressorgien in den neapolitanischen Straßen.

Erkenntnis: Keine Urlaubstage mehr zu Hause verschwenden. Gott ist 1,65 Meter groß und heißt Diego Maradona. Neapel hat tatsächlich ein (aber nicht stinkendes) Müllproblem. Ich mindestens drei Kilo mehr und ein Genussproblem: Ich war quasi im Himmel. Never ever werde ich außerhalb Neapels je wieder eine Pizza zu schätzen wissen.

Letztes Wochenende verbrachte ich wie vor einiger Zeit angekündigt in Amsterdam. Grund für den Trip: Sensation. Ein EDM Event in der Amsterdam Arena. Angetreten sind wir die Reise zu fünft, nach Hause gekommen sind wir ebenfalls zu fünft. Jeder hat das Wochenende somit überlebt. Soviel vorweggenommen.

Nein. Klingt alles viel dramatischer als es war. Nicht einmal Grünzeug wurde konsumiert. Weder in Tüten-, noch in Keksform. Letzteres hätte mich schon gereizt, nur am Freitag kam mir ein übermäßiger Biergenuss in den Weg, danach wäre ich vermutlich gestorben und Samstag wollte ich meine Konzertfähigkeit nicht auf das Spiel setzen. Sonntag war nur Heimreise.

Alles in allem ein lustiger Trip. Sensation war gut, Axwell Ingrosso, einen betrunkenen Hardwell und Tiesto als unangekündigten Special Guest erlebt. Nette Show und ausnahmsweise mal ganz in weiß. Auch die Stadt mit ihren Kanälen, schmalen, schiefen Häusern und Schaufenstern hat ihren Charme. Und gehaust haben wir in einer Jugendherberge. Wie einst auf Sommersportwoche.

Kürzlich habe ich mir einen Kindheitstraum erfüllt. Am Traunsee. In Gmunden. Schluss jetzt. Mehr verrate ich nicht. Kindheitstraumtechnisch wohlgemerkt. Durchaus aber zum Wochenende am Traunsee. Zu zweit und eine Auszeit, wie sie im Buche steht. Erholsam, wunderschön und einfach unbeschwert.

Viel zu schnell verging das Wochenende. Was bleibt, sind schöne Fotos, die ich euch hier übrigens vorenthalte, Ohrwürmer im Kopf und damit verbunden Erinnerungen an perfekte Momente. Musikalisch lass ich euch aber teilhaben. Me And My Girlfriend, Safari, Greyhound und Insane In The Brain heißen die Meisterstücke.

Bis zu diesem Beitrag ging ich auf melodische Erinnerungen so gut wie immer nur am Ende eines Jahres ein. Hier und heute ändert sich das nachhaltig. Zurückzuführen auf Ideenengpässe wird’s gelegentlich Monats- oder eben Urlaubsplaylists geben. Musik ist doch etwas Schönes.




Am 8. Juli wird’s weiß. Und zwar in der Amsterdam Arena und wohin das Auge reicht. Unter dem Motto The Final wird Sensation nach 17 Jahren zum allerletzten Mal in der niederländischen Hauptstadt eingeleitet. Mit Hardwell und Axwell Ingrosso.

Sensation, eine jährliche Electronic Dance Music Veranstaltung in mehreren Ländern, deren Startschuss eben in Amsterdam erfolgt, hat eine Besonderheit. Und zwar der einleitend bereits angespielte und komplett weiße Dress Code.

Dieser schwirrt wie oft bereits Wochen zuvor in meinem Hirn herum und steht auch schon fest. Ich beginne oben, wo die Auswahl nicht groß war: Ein simples T-Shirt. In der Mitte: Kurze Jeans. Etwas zerstört. Und unten: 4er Jordans.

Sensation sehe ich als persönlichen Ausklang meiner EDM-Festivalreisen. Wurden diese Feste stets mehrtägig gefeiert, kommt das eintägige Event meinem fortschreitenden Alter nur zugute. Im nächsten Jahr dann nulltägig.

(pics: footlocker.com, hm.com)

Nach zwei intensiven Arbeitstagen mit in Summe fast 20 Autobahnstunden und einer Riesenportion an Regen, Schnee und grauem Himmel kann ich scheinbar nicht genug bekommen. Erneut befinde ich mich auf der Autobahn. Diesmal heißt die Destination Graz und ich tauschte Firmenwagen gegen Bus. Das Dreckswetter verfolgt mich weiterhin.

Mit Snoop Dogg als Begleitung auf dem Weg zur Einweihungsparty meines besten Freundes. Eine feuchtfröhliche Nacht steht bevor und ich komme ganz gechillt an. Wir. Nach den Strapazen der letzten beiden Tage konnte ich ausschlafen und im Bus kann ich abschalten. Kein Verkehr, der mich als Fahrer zur Weißglut bringt. Und ich kann schreiben.

Eine Challenge gab es allerdings. Diese meisterten wir bravourös. Mich schnell mal über beide Sitze ausgebreitet und tiefschlafend gestellt. Snoop und ich hatten nämlich keinen Bock auf einen Sitznachbarn. Wer ansatzweise zwei Meter lang ist, versteht mich. Außerdem waren wir ja schon zu zweit und benötigten den Platz für unser Shooting.